| Methode | Gruppenpuzzle mit der Placemat-Methode |
| Fragestellung | Wie können alle SuS einer leistungsheterogenen Klasse zur aktiven Mitarbeit motiviert werden? |
| Ziel | In der 20-minütigen Mischgruppenphase des Gruppenpuzzles notieren mindestens 80 % der SuS mithilfe ihrer zugewiesenen Farbe mindestens einen relevanten Beitrag auf dem Placemat. |
| Zeitbedarf | Vorbereitung: 1h Durchführung: mehrere Lektionen Datenauswertung: >1h |
| Material | Infokarten/Infomaterial, Arbeitsblatt individuell, Placemat, Beobachtungsschema, Quizfragen |
| Methode detailliert | 1. Expertisenphase 1: Wissensaneignung, individuelle Arbeit, alle SuS informieren sich über das zugeteilte Thema 2. Expertisenphase 2: SuS mit gleichem Thema füllen das Placemat aus, fassen gemeinsam zusammen und notieren das Wichtigste in Kürze auf dem Arbeitsblatt 3. Mischgruppenphase: Alle SuS mit Expertisenwissen geben ihre Informationen an die anderen Expertinnen und Experten weiter. Individuelles Arbeitsblatt wird fertiggestellt. 4. Abschluss: Innerhalb der Mischgruppen werden Quizfragen beantwortet Auswertung der Daten: Sind Inhalte vollständig, inhaltlich passend und korrekt? Wurden die vorgegebenen Zeitfenster eingehalten? Haben alle SuS einen Beitrag geleistet/ sind alle Farben sichtbar? |
| Erfolg | 90% der SuS hatten mit ihrer Farbe mindestens einen relevanten Beitrag auf dem Placemat. Vier von fünf Gruppen hatten vollständige Placemats. Alle Gruppen hielten die Zeitvorgaben ein. |
| Heraus- Forderungen | – Einzelne SuS finden nicht sofort einen relevanten Beitrag zu ihrer Thematik. – Unterschiedliches Arbeitstempo führt dazu, dass einige SuS früher fertig sind als andere. – Ruhigere oder unsichere SuS schreiben nur sehr wenig auf. – Beiträge sind teilweise nicht sehr relevant. – Die stille Arbeitsphase ohne Austausch kann für einzelne SuS herausfordernd sein. – Konzentration und selbstständiges Arbeiten über die gesamte Expertenphase aufrechterhalten. |
| Rückmeldungen SuS | Die SuS meldeten zurück, dass das selbstständige Nachdenken hilfreich war. Einzelne SuS empfanden die stille Arbeitsphase als anspruchsvoll, da Ideen eigenständig entwickelt werden mussten. Die Farbzuteilung unterstützte die Übersichtlichkeit und machte individuelle Beiträge sichtbar. |
| Hinweise der LP | Informationsgewinn für LP: Durch die individuelle Schreibphase werden Beteiligung und Aktivierung aller SuS sichtbar. Die LP erkennt, welche SuS selbstständig relevante Inhalte erarbeiten können und bei welchen SuS Unterstützungsbedarf besteht. Durch die Farbzuweisung können individuelle Beiträge eindeutig zugeordnet und die Zielerreichung („mindestens ein relevanter Beitrag pro SuS“) überprüft werden. Zudem werden Unterschiede im Arbeitstempo sowie im selbstständigen Arbeiten sichtbar. Gewinn für SuS/Unterricht: Alle SuS erhalten die gleiche Chance, ihre Gedanken schriftlich festzuhalten. Individuelle Denkphasen vor dem Austausch fördern gleichberechtigte Beteiligung. Dominante SuS können nicht sofort das Gespräch an sich reissen. Ruhigere oder langsam denkende SuS bekommen Zeit, ihre Ideen zu entwickeln. Die Methode gleicht Macht- und Redeverhältnisse innerhalb der Gruppe aus. Fördert respektvollen Austausch und stärkt die Verantwortung jedes Einzelnen. |
| Urheberschaft | Die Methode wurde entwickelt, erprobt und dokumentiert von Melinda Palombo und Melina Wagner im Fach NMG mit SuS der 6. Klasse an der Schule Pratteln. |



