Lösen von Aufgaben mit dem Aufgabenstrahl

MethodeFörderung der Problemlösekompetenz mithilfe eines Aufgabenstrahls
KnacknussEinige SuS sagen, dass die Zeit für das Lösen der Prüfungsaufgaben nicht ausreiche oder dass die Aufgaben zu schwierig seien. Die Lehrperson vermutet: ungenügende Konzentration während der vorausgehenden Übungssequenzen und abwartende Haltung beim Arbeitsstart. Knacknuss: Übungssequenzen im Unterricht verlaufen wenig effizient; SuS arbeiten nicht selbständig.
ZielMindestens 70 % der SuS können mit den zur Verfügung gestellten Hilfsmitteln während den Übungssequenzen die Aufgaben lösen.
ZeitbedarfVorbereitung: 10 Minuten
Durchführung: 3 Minuten
Datenauswertung: 1 Minute
MaterialÜbungsblatt mit den Aufgaben, Wandtafel + Kreide, Beamer, Zahlenstrahl
Methode detailliertDie Lehrperson orientiert die Klasse über das Ziel und Vorgehen. Sie startet die Lektion mit einem Input vor einer selbständigen Übungsphase mit schriftlichen Mathematikaufgaben. Die Aufgaben müssen der Reihe nachbearbeitet werden.
Zum Abschluss der Übungsphase erhebt die LP Arbeitsstand und Aufgabenschwierigkeit: SuS notieren auf persönlichem Erhebungsblatt, woran sie gearbeitet haben sowie die für sie schwierig zu lösenden Aufgaben. SuS übertragen beides auf eine Skala (Zahlenstrahl), welche mit einem Beamer an die Wandtafel projiziert wird (Abbildung 1). Kreuze oberhalb des Strahls signalisieren den Arbeitsstand; Punkte unterhalb des Strahls die schwierigen Aufgaben. Nach Abschluss des Projekts schreibt die Klasse eine Prüfung.
ErfolgDie Noten der Prüfung nach den Übungssequenzen liegen deutlich höher.  
Heraus- forderungenKeine. Am ehesten ein passendes Thema zu finden und geeignete Übungen auswählen.
Rückmeldungen SuSDie Rückmeldungen der SuS sind durchwegs positiv. Eine Schülerin arbeitet auch ein Jahr nach dem Abschluss des Luuise-Projekts mit dem Aufgabenstrahl, da ihr dieses Instrument als gute Visualisierung ihres Fortschrittes diene.
Hinweise der LPInformationsgewinn für LP:
Die LP erhält wichtige Informationen zum Schwierigkeitsgrad der Aufgaben sowie – in einer anonymisierten Übersicht – zu den einzelnen Lernständen.

Gewinn für SuS/Unterricht:
Auf Basis der erhobenen Daten kann die Lehrperson der Klasse aufzeigen, wie gezielte Übungssequenzen Lernprozesse stärken und Prüfungsresultate positiv beeinflussen können. SuS arbeiten gezielter und motivierter.
Urheberschaft  Die Methode wurde entwickelt, erprobt und dokumentiert von Ingemar Imboden im Fach Mathematik mit SuS der 3. Gymnasialklasse am Kollegium Spiritus Sanctus Brig.