Lernende zu selbstständigen Repetitionsarbeit anleiten

Abbildung 1: Signalkarten
Abbildung 2: Ausgefülltes Test- und Erhebungsinstrument

Abbildung 3: Teil B aus einem Protokollblatt
MethodeMit Signalkarten und Protokollblättern Wissenslücken aufarbeiten
KnacknussDie Lernenden sind unsicher, ob sie für eine umfangreiche schriftliche Sprach-, bzw. Grammatikprüfung genügend gut vorbereitet sind und wie sie allfällige Lücken aufarbeiten können
ZielDie Lernenden identifizieren die Grammatik-Themen, bei denen sie allfälligen Repetitionsbedarf haben.Mindestens 80% der Lernenden mit ausgewiesenem Repetitionsbedarf weisen innerhalb der zwei auf die Lernkontrolle folgenden Wochen mit Hilfe ihres Protokollblattes aus, dass sie die selbständig Repetitionsarbeit im Umfang von mindestens 30 Minuten pro Thema ausgeführt haben.
ZeitbedarfVorbereitung:  20 Minuten je Erhebung zum Wissenstand
Durchführung: Erhebung Wissensstand ca. 10 Minuten
Datenauswertung: Während der Durchführung
Material1. Instrument (farbige Signalkarten) 10 Beispielsätze für alle sichtbar projiziert, die die Anwendung einer grammatischen Struktur zeigen, pro Satz mit einer richtigen oder einer falschen Antwortvorgabe Für alle SuS je 1 grüne und 1 rote Signalkarte

2. Instrument: (persönliches Protokollblatt) Ein Arbeitsblatt A4 pro SuS
Methode detailliertZuerst bestimmen Lehrperson und Lernenden gemeinsam die vier Grammatik-Themen, bei denen Unsicherheiten bei der Mehrheit der Klasse bestehen. Die Lehrperson bereitet für jedes Thema eine Lektion vor. Sie beauftragt die Lernenden, sich selbständig auf diese Lektion vorzubereiten.  Zu Beginn von jeder der vier Lektionen projiziert die Lehrperson nacheinander zehn Beispielsätze (Test- und Erhebungsinstrument).. Jeder Satz wird von den Lernenden mit den farbigen Signalkarten als richtig (grüne Signalkarte) oder falsch (rote Signalkarte) eingeordnet. Die Signalkarten werden auf ein vereinbartes „Kommando“ gleichzeitig hochgehalten. Die Lehrperson notiert die Resultate der Erhebung sichtbar für alle. Der Schwellenpunkt für genügende Grammatik-Kenntnisse liegt bei 60% „korrekt eingeordnet“. So wird schnell klar, welche grammatikalischen Anwendungen bei wie vielen noch Schwierigkeiten bereiten und im Plenum erörtert werden müssen. Da die Lernenden ihre Resultate auch auf einem persönlichen Protokollblatt eintragen, sehen die mit weniger als 60% „korrekt eingeordnet“ sofort ihren Repetitionsbedarf. Diese SuS planen entlang einer Anleitung die persönliche Repetitionsarbeit über den Zeitraum von je zwei Wochen und protokollieren dabei ihren Arbeitsprozess im Teil B „Dokumentation“ des Protokollblatts. Dieses wird an die Lehrperson übergeben. Sie beantwortet mündlich sich daraus ergebende Fragen zum Grammatik-Thema.
ErfolgDie anschliessende Prüfung hat gezeigt, dass die Leistung der Klasse markant höher lag als in früheren Klassen.
Heraus- forderungenRücklauf der Protokollblätter quantitativ nicht ganz befriedigend (60% statt 80%)
Rückmeldungen SuSEinige Lernende störten sich an der mit der Anlage verbundenen Verbindlichkeit. Andere hat dies motiviert, sorgfältig zu arbeiten und zu dokumentieren.  
Hinweise der LPInformationsgewinn für LP:
– Habe nun 2 Instrumente zur Hand, die ich wieder einsetzen kann
– Gemeinsame Entwicklungsarbeit mit der Klasse war lehrreiche Erfahrung
– Projekt bot viele Möglichkeiten für anregenden kollegialen Austausch  

Gewinn für SuS/Unterricht:
Die gemeinsame Datenerhebung führte zu einem positiven Wettbewerb, was die Leistungen in den Erhebungen drei und vier massgeblich gesteigert hat.  
UrheberschaftDie Methode wurde entwickelt, erprobt und dokumentiert von Kathrin Pirani im Fach Englisch mit SuS der 12. Klasse am mathematisch-naturwissenschaftlichem Gymnasium Rämibühl Zürich