Newsletter Nr. 03 / 13

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Mit dem Newsletter Nr. 03 von „Lernen sichtbar machen“ startet das Diskussionsforum. Erstes Thema: „Hausaufgaben“. Des Weiteren finden Sie in dieser Ausgabe einen Kurzbericht über eine Schule, die Hatties Ansatz in die Praxis umsetzt und somit Lernen sichtbar macht. Wir wünschen Ihnen Vergnügen beim Entdecken weiterer Ergänzungen und Tipps auf www.lernensichtbarmachen.net sowie bei der Lektüre dieses Newsletters. Senden Sie den Newsletter gerne weiter und verweisen Sie auf das Kontaktformular.

Neu auf www.lernensichtbarmachen.net

  • Auf der Website wurde neu ein Forum eingerichtet. Dieses ermöglicht allen Interessierten, sich zu einem vorgegebenen Thema auszutauschen. Während vier Wochen wird die Diskussion vom Redaktionsteam moderiert. Danach werden die Ergebnisse zusammengefasst und ein Fazit gezogen. Die Zusammenfassung und das Fazit werden auf der Wiki-Diskussionsseite des jeweiligen Faktors veröffentlicht. Auch wird dort die Möglichkeit gegeben, weiter über das Thema zu diskutieren. Wir freuen uns auf angeregte Diskussionen und einen regen Austausch (siehe Forum – Thema: Hausaufgaben).
  • Neu finden Sie auf der Webseite die Rubrik “Praxisberichte“. Unter dieser Rubrik werden wir Praxis-Umsetzungen der Erkenntnisse von John Hatties Visible Learning vorstellen.
  • Künftig suchen wir nach Erfahrungsberichten aus verschiedenen Bildungsbereichen (Politik, Schule, Unterricht, Ausbildung usw.), die den Newsletter-Leserinnen und -Lesern Einblick in und Inspiration für das Lernen sichtbar machen
  • Kennen Sie ein solches Beispiel? Dann senden Sie uns gerne eine E-Mail.

Forum – Thema: Hausaufgaben

Als erstes Thema im neu eröffneten Forum haben wir uns für einer der Faktoren bei Hattie, nämlich „Hausaufgaben“, entschieden. Hausaufgaben gehören zur Praxis der meisten Lehrpersonen und werden von Eltern oft gefordert. Dabei stellt Hattie – ähnlich wie deutschsprachige Forschende (z. B. Trautwein, Köller & Baumert, 2001) – keinen durchgängig hohen Effekt von Hausaufgaben auf den Lernerfolg fest. Wer aber den Schluss zieht, dass sich Hausaufgaben grundsätzlich nicht lohnen, nur weil der Faktor im hinteren Drittel in Hatties Faktoren-Rangliste steht, überinterpretiert ihn: Je nach Fach und Schulstufe zeigen sich unterschiedliche Effektstärken. Hausaufgaben wirken sich erst auf höheren Klassenstufen stärker auf die Lernleistung aus. Sollen Hausaufgaben auch in der Grundschule eingesetzt werden, doch mit Lernintentionen, die z. B. auf den Aufbau einer Arbeitskultur mit Selbstverpflichtung gerichtet sind (vgl. Beywl & Zierer, 2013, S. IX)? Welche Art von Hausaufgaben soll in den Fokus gerückt werden (vgl. Hattie, 2013, S. 276f)? Was folgt daraus, wenn Hausaufgaben für Lernende aus Elternhäusern, die die „Sprache der Schule“ (Hattie, 2013, S. 84) nicht verstehen und sprechen, weniger wirken? Uns interessieren Ihre Erfahrungen, Meinungen, Argumentationen und Empfehlungen zum Thema.

  • Welche Erfahrungen haben Sie mit wirksamen Hausaufgaben gemacht?
  • Welche Studien ziehen Sie heran, um die (Nicht-) Wirksamkeit von Hausaufgaben zu belegen?

Die Zusammenfassung und das Fazit der Diskussion im Forum werden danach auf der Wiki-Diskussionsseite des Faktors “Hausaufgaben” veröffentlicht.

Praxisbericht – Oxley College

Das Oxley College ist eine Schule im Südosten von Australien mit über 400 Lernenden vom Kindergarten bis zum 12. Schuljahr (K-12). Das Oxley College verfolgt unter anderem das Ziel, seine Schülerinnen und Schüler zu befähigen, ihr eigenes Lernen zu reflektieren und es dabei sichtbar zu machen. Die Sammlung und Verwendung von Daten ist zentral. Der Einsatz von effizientem Feedback dient als wichtiges Werkzeug, um das Lernen vorwärts zu bringen. Dabei wird Feedback nicht nur von den Lehrpersonen an die Schülerinnen und Schüler gegeben, sondern auch von den Lernenden an die Lehrenden, sowie zwischen Lehrpersonen, aber auch zwischen Schülerinnen und Schülern. Begleitet von Visible Learning Plus wurden kleine fach- und schulstufenübergreifende Teams gebildet. Die Team-Leitenden besuchen alle zwei Wochen den Unterricht ihrer Team-Mitglieder, um das Lernen von deren Schülerinnen und Schüler zu beobachten und deren Unterrichtsstunden mit ihnen zu reflektieren und weiterzuplanen. Nach sechs Monaten sind Veränderungen im Schüler- und Lehrerverhalten festzustellen. Beispielsweise ist zu erkennen, dass seit der Einführung von sichtbarem Lehren und Lernen die Schülerinnen und Schüler den Fokus auf das Lernen gerichtet haben, viel mehr als auf das blosse Belehrt-Werden. Welche Veränderungen bei den Lehrpersonen zu beobachten sind, lesen sie hier im vollständigen Kurzbericht zur Umsetzung von John Hatties Erkenntnissen im Oxley College.

Veranstaltungen “Redaktionsmitarbeit”

Im Januar 2014 finden zwei Treffen statt, welche den an einer Redaktionsmitarbeit interessierten Personen Gelegenheit bieten, das Projekt rund um die Ergebnisse von John Hatties Visible Learning kennen zu lernen. Am Treffen werden Möglichkeiten zur Zusammenarbeit im Rahmen einer Redaktion für verschiedene Onlineangebote des Projektes vorgestellt und ggf. erste Vereinbarungen getroffen.

D – Frankfurt am Main

Datum: 20.01.2014

Uhrzeit: 11.30-16.15 Uhr

Ort: Bahnhofsnähe

CH – Brugg-Windisch

Datum: 24.01.2014

Uhrzeit: 14.00-17.00 Uhr

Ort: FHNW Campus, Brugg-Windisch

Haben Sie Interesse an einer redaktionellen Mitarbeit? Gerne nehmen wir Anmeldungen für die Veranstaltung vom 20.01. bzw. 24.01.2013 bis zum 30. November 2013 mittels Kontaktformular der Webseite entgegen. Teilen Sie uns dabei bitte mit, woran Sie speziell interessiert sind.

Lohnt sich anzuschauen

John Hattie auf Facebook
Treten Sie direkt mit John Hattie in Kontakt, dem Autor von „Visible Learning“. Auf Facebook verweist Hattie stets auf Artikel, Blogs und Neuerscheinungen. Hier geht es zu seinem Facebook-Profil:

https://www.facebook.com/pages/John-Hattie/476185602427934?fref=ts
Literaturhinweis
Die Publikation von Dr. Monika Wilkening zum Thema Selbst- und Partnerevaluation unter Schülern stützt sich auf die Ergebnisse von “Lernen sichtbar machen/Visible Learning” ab.

Ausblick

Im nächsten Newsletter befassen wir uns mit dem Faktor “Direkte Instruktion“. Haben Sie eine Frage zur Direkten Instruktion? Gerne nehmen wir bis zum 09.12.2013 ihre Fragen entgegen und werden versuchen diese im nächsten Newsletter zu beantworten. Auch Anmerkungen und Erfahrungen mit Direkter Instruktion sind erwünscht.

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